Ein Naturwissenschaftliches Spielzeug zum
Bernoulli-Effekt:
Die Bernoulli-Pfeife und der Bernoulli-Windbeutel
Die Bernoulli-Pfeife oder der schwebende Ball
Bläst man durch das Röhrchen (s. rechts), so beginnt der Ball zu schweben, selbst wenn man das Blasrohr neigt.
Ein verblüffender Trick, der mit dem sogenannten Bernoulli-Effekt zu erklären ist.
Danach wird der Druck umso niedriger, je schneller die Luft strömt. Dort wo aber ein niedriger Druck oder Unterdruck herrscht, entsteht ein Sog, der den Ball immer wieder neu in die Mitte des Luftstroms treibt. Hat eine Flüssigkeit oder ein Gas wenig Platz, so fließt es schneller - und umgekehrt.
Dem Bernoulli-Effekt verdanken wir es, dass Flugzeuge fliegen können.
Bewegt sich der Ball zum Beispiel ein wenig nach links, dann kann die Luft auf der gegenüberliegenden Seite leichter – und damit schneller – vorbeiströmen und der Druck sinkt. So entsteht ein Sog, der dazu führt, dass sich der Ball zurück in die Mitte bewegt.
Der Bernoulli-Windbeutel
Ein weiteres Physik Spielzeug zum Bernoulli-Effekt sind die so genannten Bernoulli-Windbeutel. Dabei handelt es sich um nicht anderes als Mülltüten, die allerdings eine ganz besondere Form haben. Sie sind ca. 2 m lang aber nur 25 cm breit. Die Frage lautet nun: Wie viele Atemzüge braucht es, um eine solche Tüte aufzublasen?
Die meisten Menschen werden versuchen, die Bernoulli-Windbeutel wie einen Luftballon aufzupusten - und das mit mäßigem Erfolg.
Tatsächlich braucht es mithilfe des Bernoulli-Effekts nur einen Atemzug und das geht so: Man rollt den Bernoulli-Windbeutel aus, knotet ihn hinten zu, hält die vordere Öffnung rechts und links fest und im Abstand von ca. 10 bis 20 cm vor den Mund. Dann bläst man hinein und verschließt die Tüte schnell. Man wird feststellen, dass er dann fast ganz gefüllt ist.
Die Erklärung für dieses Phänomen ist dieselbe wie oben. Danach wird der Druck umso niedriger, je schneller die Luft strömt. Dort wo aber ein niedriger Druck oder Unterdruck herrscht, entsteht ein Sog, der in diesem Fall dafür sorgt, dass außerd der Atemluft zusätzlich Luft in die Tüte strömt.
Der Bernoulli-Windbeutel im Einsatz (amerikanisches Video)