Eine Wasserrakete besteht aus einem luftdicht abgeschlossenen Behälter - bei manchen ist dies eine PET-Flasche sein - den man mit ein wenig Wasser füllt und dann Luft hineinpumpt. Dadurch steigt der Druck in der Wasserrakete an. Ist er hoch genug, wird das Wasser mit hoher Geschwindigkeit aus dem Behälter ausgestoßen. Dies erzeugt einen Rückstoß, der die Rakete abheben lässt.
Die im Handel üblichen Spielzeug-Wasserraketen werden mit kaltem Wasser betrieben. Manche Produkte haben einen Abzugmechanismus. Andere starten von selbst, wenn der Druck ausreichend groß ist.
Das Prinzip nach dem die Wasserrakete funktioniert ist genau das selbe wie auch beim Raketenantrieb in der Luft- und Raumfahrt. Auch dort wird eine Masse nach hinten - also entgegengesetzt der Flugrichtung - abgeworfen. Dadurch erfährt die Rakete einen Schub nach vorne.
Das Prinzip das dem Antrieb aller Raketen einschließlich der Spielzeug-Wasserrakete zugrunde liegt ist das Rückstoßprinzip. Je größer die Geschwindigkeit mit der das Wasser bei der Wasserrakete oder ein beliebig anderer Stützstoff bei echten Raketen ausgestoßen wird, desto schneller fliegt die Rakete.
Das Rückstoßprinzip kann man auch erleben, wenn man auf einem Skatebord steht und eine ausreichend große Masse nach hinten abwirft. Das Rückstoßprinzip beruht auf dem dritten Newtonschen Axiom, demzufolge Kräfte immer paarweise auftreten.
Die Wasserrakete ist ein spannendes Physikspielzeug und eignet sich hervorragend, um in der Schule das Prinzip des Raketenantriebs durchzunehmen.
Eine Wasserrakete kann man auch selber bauen. Dies ist allerdings nicht ganz so trivial