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Der Wasserhammer

 

Der Wasserhammer besteht aus einer luftleeren Glasröhre, die mit ein wenig Wasser gefüllt ist. Der Boden der Röhre ist verstärkt. Oben befindet sich eine Spitze. Wenn man den Wasserhammer langsam umdreht, sodass das Wasser in den Kopf läuft, die Röhre dann wieder umkehrt und vorsichtig hoch und runter bewegt, so fällt das Wasser ungebremst auf den Boden des Wasserhammers. Dadurch entsteht ein Knall oder Schlag. Achtung: Schütteln Sie vorsichtig, denn das Glas kann zerbrechen. Der Wasserhammer muss beim Schütteln senkrecht gehalten werden.

Stellt man den Wasserhammer in ein Glas mit warmen Wasser, so beginnt es zu sieden (es befindet sich ja im Vakuum, entsprechend niedrig liegt der Siedepunkt.) Dabei blubbert das Wasser und springt in der Röhre nach oben. Zuvor muss man den Wasserhammer unter Umständen etwas bewegen (Siedeverzug).

Auch Blitzeis kann man mit dem Wasserhammer herstellen. Dazu legt man es ins Eisfach. Das Glas muss dabei langsam abgekühlt und später auch wieder langsam erwärmt werden (Bruchgefahr). Zudem sollte der Wasserhammer vor Erschütterungen geschützt werden, wie sie auch beim Öffnen und schließen eines Kühlschranks vorkommen. Sonst bildet sich das Eis vorzeitig aus. Nimmt man den Wasserhammer aus dem Eisfach, so bildet sich erst dann Eis aus, wenn man ihn leicht bewegt.

Erste Erwähnungen des Wasserhammers finden sich unter anderem bei J.P. Eberhard von 1759, auf den sich Immanuel Kant in seiner Metaphysik beruft, aber auch bei Johann Samuel Traugott Gehler's Physikalischem Wörterbuch, Band 3 aus dem Jahr 1798.





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