Logo experimentis - Physikalische Freihandversuche





Sie befinden sich hier > Startseite > Sichtbare Töne



Seite weiterempfehlen Brief

Nächste SeitePfeil

Sichtbare Töne


Stehende Wellen

Das Rubenssche Flammenrohr

Chladnische Klangfiguren

Die Resonanzkatastrophe: Ein Weinglas zerspringt


Stehende Welle

Stehende Wellen

Um die im folgenden Versuche zu verstehen, ist der Begriff der stehenden Welle wichtig. Eine stehende Welle entsteht, wenn sich eine nach rechts laufende und eine nach links laufende Welle überlagern. Die Wellen müssen dabei die selbe Amplitude und Wellenlänge haben. Unter Amplitude versteht man die maximale Auslenkung aus der Mittellage. Typisch für eine stehende Welle sind die so genannten Knoten, die sich in Ruhe befinden und die in der Grafik rot markiert sind, sowie die schwingenden Bäuche. Um sich besser vorstellen zu können, wie stehende Wellen entstehen, kann dieses Java-Applet hilfreich sein.
Ein einfacher Versuch, um stehende Wellen zu erzeugen besteht darin ein Seil an einem Baum festzubinden und zu versuchen, es so in Schwingung zu versetzen, dass Knoten entstehen. Stehende Wellen kann man auch mit einer langen Metallspirale, dem Slinky, erzeugen.


Das Rubenssche Flammenrohr

Mit dem Rubenschen Flammenrohr kann man Schallwellen sichtbar machen. Benannt ist es nach seinem Erfinder, dem deutschen Physiker Heinrich Ruben (1865 – 1922).

Das Rubensche Flammenrohr besteht aus einem Rohr, an dem der Länge nach eine gleichmäßige Reihe kleiner Löcher angebracht ist. In das Rohr wird Gas eingelassen und entzündet. An der einen Seite ist das Rubensche Flammenrohr verschlossen. An der anderen Seite befindet sich eine dünne Membran, die man mittels Schall - etwa einem Lautsprecher oder Frequenzgenerators - in Schwingung versetzt. Im Rohr breiten sich infolgedessen ebenfalls Schallwellen aus, die am abgeschlossenen festen Ende reflektiert werden. Für bestimmte Frequenzen bilden sich im Rohr stehende Wellen aus. Der Schalldruck ist an den Knoten zeitlich konstant. Dort strömt Gas aus. An den Bäuchen ändert sich der Druck stetig. Dort fließt das Gas an den Öffnungen vorbei und kann nicht austreten. Eine physikalische Betrachtung mit Formeln findet sich hier.


Chladnische Klangfiguren

Ernst Chladni veröffentlichte 1787 die Schrift „Entdeckungen über die Theorie des Klanges“, in der er so genannte Klangfiguren vorstellte.
Er hatte herausgefunden, dass dünne Platten aus Metall oder Glas auf eine ganz bestimmte Art und Weise schwingen.
Diese Schwingungen kann man durch Sand auf den Platten sichtbar machen. Um die Schwingungen zu erzeugen verwendetet Chladni einen Violinenbogen, den er an den Platten entlang strich.

In dem Versuch wurde ein Frequenzgenerator verwendet, der die Platte mit einer bestimmten Frequenz vibrieren lässt. Dabei bilden sich stehenden Wellen aus. An den Knoten der Welle befindet sich die Platte in Ruhe. Dort sammelt sich das Salz, während es überall dort, wo die Platte vibriert, weggeschüttelt wird.

Es ist jedoch nicht so, dass jeder Ton ein bestimmtes Muster erzeugt. Viehlmehr hängt das Muster von allen möglichen Faktoren ab, so zum Beispiel von der Plattenform und an welcher Stelle diese fixiert ist.


Die Resonanzkatastrophe: Ein Weinglas zerspringt

 

Schwingungsfähige Systeme besitzen eine so genannte Eigenfrequenz. Schlägt man beispielsweise ein Weinglas mit einem Löffel an, so schwingt es mit eben dieser Eigenfrequenz, vollführt also in einem bestimmten Zeitintervall ein spezifische Anzahl von Schwingungen.
In dem Versuch wird das Weinglas mit Hilfe eines Frequenzgenerators zur Schwingung angeregt. Die Frequenz der erzeugten Schallwellen stimmt dabei mit der Eigenfrequenz des Weinglases überein. Der Schalldruck regt das Glas zur Schwingung an, so dass er zur so genannten Resonanz, dem erwungenen Mitschwingen des Systems kommt. Dabei ist die Energieübertragung maximal, das Glas schwingt immer stärker bis schließlich die Belastungsgrenze überschritten wird und dieses zerspringt. Die Resonanzkatastrophe ist eingetreten.

Ein bekanntes Beispiel für eine Resonanzkatastrophe ist der Einsturz der Hängebrücke von Angers in Frankreich. Soldaten marschierten 1850 im Gleichschritt über die Brücke, sie begann zu Schwingen und stürzte ein. 223 Menschen fanden den Tod.


top

 
Impressum & Disclaimer  |   Copyright © experimentis 2011
Home