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Der Coanda-Effekt und die fliegenden Untertassen


Zu Beginn des Kalten Krieges finanzierten das kanadische wie auch das amerikanische Militär ein Projekt des kanadischen Flugzeugbauers Avro Canada. Es ging darum, einen Senkrechtstarter zu bauen, der den Coanda-Effekt nutzte. Wie in diesem Original-Video zu sehen, kamen dabei Fluggeräte heraus, die wie fliegende Untertassen aussahen. Das Problem: Sie waren laut, langsam, instabil und erreichten kaum nennenswerte Höhen. Das Projekt wurde 1961 nach rund 10 Jahren Arbeit und Ausgaben von mehr als 10 Millionen Dollar zu Grabe getragen. Mehr zum Avro Canada VZ-9AV Avrocar oder Flying Saucer steht bei Wikipedia.
Der Coanda-Effekt bezeichnet die Eigenschaft strömender Gase und Flüssigkeiten, gekrümmten Oberflächen zu folgen. Die schnell strömende Luft auf der fliegenden Untertasse geht mit Unterdruck einher, der wiederum einen Auftrieb erzeugt. Letzeres bezeichnet man als den Bernoulli-Effekt. Der Coanda-Effekt wurde von dem rumänischen Luftfahrttechniker Henri Coanda (1885-1972) entdeckt. Versuche und

weitere Erklärungen zum Bernoulli- und dem Coanda-Effekt gibt es auf Experimentis. Heute existieren selbstgebaute fliegende Untertassen, die dank des Coanda-Effekts ganz prima funktionieren, wie auf den Videos unten zu sehen ist. Einen praktischen Nutzen haben sie nicht. Sie sind aber ein hübsches Spielzeug.


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