Dieses Video zeigt eine Installation des japanischen Künstlers Sachiko Kodama. Die so genannten Morpho-Towers oder Two Standing Spirals bestehen aus einer flachen Wanne, die mit einem Ferrofluid, also mit einer magnetischen Flüssigkeit, gefüllt ist. Mit der Musik verändert sich ein äusseres, vertikal angelegtes Magnetfeld, so dass das Ferrofluid alle möglichen Formen annimmt.
Ferrofluide bestehen aus magnetischen Nanopartikeln in einer Trägerflüssigkeit wie Wasser oder Öl. Die Teilchen bestehen üblicherweise aus Magnetit, Kobalt oder Kobaltferrit und haben einen Durchmesser von etwa 10 nm. Um Verklumpen zu verhindern, sind beschichtet. Ferrofluide wurden von der Nasa in den Sechzigern entwickelt, um die Bewegung von Flüssigkeiten in der Schwerelosigkeit kontrollieren zu können.
Mehr zu der Installation steht auf der Website des Künstlers.
Mehr zu Ferrofluiden steht auf dieser Website, die aus einem Jugend Forscht-Projekt hervorgegangen ist. Ferrofluide kann man kaufen, etwa bei E-Bay.
Das Nasa-Patent (U.S. Pat. No. 3.215.572) von 1963 kann man nicht mehr Online einsehen, aber dafür eines, in dem ein Herstellungsprozess für Ferrofluide patentiert wird und der wiederum auf das Nasa-Patent verweist.
Quelle: Physik Journal, Juli 2008
Die Supraleitereisenbahn
In dem Video ist ein Supraleiter zu sehen, der auf einer Magnetbahn schwebt.
Dazu wurde der Supraleiter mit flüssigem Stickstoff abgekühlt, so dass er sein charakteristisches Verhalten zeigt: Der elektrische Widerstand sinkt auf Null.
Dies hat zur Folge, dass elektrischer Strom ungehindert und ohne Reibungsverluste fließen kann.
Wird der Supraleiter nun auf die Bahn gesetzt, induzierte das dortige Magnetfeld Dauerströme.
Diese wiederum erzeugen am Supraleiter ein Magnetfeld, dass dem der Bahn entgegengesetzt ist. Der Supraleiter wird abgestoßen und schwebt.
Die Theorie von Supraleitern ist kompliziert und setzt einiges quantenmechanisches Grundwissen voraus. Mßehr dazu ist bei Wikipedia unter Lorentzkraft, Supraleiter, Cooper-Paar und dem Meißner-Ochsenfeld-Effekt zu finden.
Gauss Kanone
Die Gauss Kanone funktioniert mit zwei Neodym-Magneten sowie einigen Stahlkugeln. Außerdem benötigt man eine Schiene. Alles andere wird in diesem Video gezeigt.
Bei Neodym- Magneten handelt es sich um die stärksten bekannten Magnete. Sie bestehen aus Neodym, einem Metall der seltenenen Erden, Eisen und Bor.
Achtung: Bei Neoym-Magneten handelt es sich nicht um ein Kinderspielzeug. Bringt man sie in die Nähe von magnetischen Datenspeichern wie USB-Sticks, Kreditkarten und Digitalen Kameras, können Daten gelöscht werde. Je nach Größe des Magneten kann es zu Quetschungen und anderen Verletzungen kommen. So können Neodym-Magnete auch splittern, wenn sie beispielsweise mit großer Wucht aufeinander treffen.