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Ein Ei verschwindet in einer Flasche


Ein Ei verschwindet in einer Flasche
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In diesem Versuch geht es darum ein Ei in eine Flasche zu bekommen - und auch wieder heraus. Mehr Experimente mit Eiern sind hier zu finden.


Was wird gebraucht?

  • eine Glasflasche mit großer Öffnung wie zum Beispiel eine Landliebe Milchflasche

  • ein paar Streichhölzer oder ein Feuerzeug und Papier

  • ein gekochtes und geschältes Ei, dessen Durchmesser größer als der der Flaschenöffnung ist

Was ist zu tun?

Man nehme die Glasflasche, zünde drei bis vier Streichhölzer an und werfe sie hinein. Man warte ab, bis die Streichhölzer abgebrannt sind und setze dann schnell das Ei auf die Flaschenöffnung. Hat man keine Streichhölzer zur Hand, kann man auch ein Feuerzeug nehmen und einen brennenden Papierstreifen in die Flasche werfen.
Falls das Ei noch heil ist, kann man es per Lufdruck sogar wieder aus der Flasche hinausbefördern. Dazu halte man die Flasche kopfüber, so dass sich das Ei auf die Öffnung legt, puste dann von unten kräftig in die Flasche und warte ab.


Was ist geschehen?

Durch die brennenden Streichhölzer erwärmt sich die Luft in der Flasche, dehnt sich aus und entweicht. Setzt man nun das Ei auf den Flaschenhals, so ist die Flasche luftdicht verschlossen. In der Flasche herrscht jedoch ein viel niedrigerer Luftdruck als außerhalb. In anderen Worten: Von innen drückt weniger Luft auf das Ei als von außen.
Daher wird das Ei in die Flasche gepresst - nicht gesogen. Es ist nämlich die Luft, die sich über der Flasche befindet, die das Ei in diese hinein bugsiert.
Pustet man nun in die Flasche hinein, während das Ei auf der Öffnung liegt, hebt sich dieses kurz, so dass Luft in das Innere der Flasche dringt und dort einen Überdruck erzeugt. Das Ei verschließt die Flasche sofort wieder und wird von dem Überdruck aus der Flasche gepresst.
Unter dem Begriff Druck versteht man eine Kraft auf eine bestimmte Fläche. Je größer die Kraft und je kleiner die Fläche, desto größer der Druck. Eine Nadel auf der Haut ist bei gleicher Kraft deutlich unangenehmer als ein Nagel. Luftdruck bezeichnet die Kraft, die eine Luftmenge oder so genannte Luftsäule auf eine Fläche ausübt.

 

Dieses Phänomen im Alltag

Druckunterschiede gehen mit starken Kräften einher. Dies ist auch der Grund, warum im Flugzeug der Innendruck der Kabine nach dem Start abgesenkt wird. Nur so lässt sich verhindern, dass die Kräfte auf den Flugzeugrumpf zu groß werden.

Ansonsten lässt sich die Kraft von Luftdruck auch prima an Saugnäpfen erfahren und die gibt es überall - nicht nur im Haushalt. In der Natur sind sie weit verbreitet - Kraken und Schnecken sind sicher die bekanntesten Beispiele. Aber genauso kommen sie in vielen technischen Anwendungen zum Einsatz. Ein Saugnapf hält, weil zwischen ihm und der Oberflächen, an der er haftet, ein Unterdruck herrscht.


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Das unzerbrechliche Ei


Ein Ei ist nicht zu bremsen


Ein nacktes Ei

Physikalischer Miniversuch: Ein weiterer schöner Eierversuch besteht darin, ein Ei so lange in Essig liegen zu lassen, bis sich die Schale aufgelöst hat. Dies dauert etwa 24 Stunden. Das Ei wird dann nur noch von der Eihaut zusammen gehalten. Dieses Experiment hat zwar nicht viel mit Physik zu tun, macht aber Spaß, und so ein nacktes Ei ist ein tolles Spielzeug. Eierschalen bestehen übrigens aus Kalziumkarbonat. Reagiert dies mit Essigsäure entsteht Kohlendioxid. Daher bilden sich Bläschen auf der Eierschale.


Eine Kerze fährt Aufzug


Die Magdeburger Halbkugeln

Film zum Versuch

Am eindrücklichsten hat sicherlich Otto von Guericke Mitte des 17. Jahrhunderts die ungeheure Kraft von Luftdruck demonstriert. Er legte zwei hohle Halbkugeln so aneinander, dass sie eine Kugel bildeten. Dann erzeugte er in ihrem Inneren ein Vakuum, indem er er die Luft aus dem Hohlraum pumpte. 16 Pferde vermochten es nicht, die besagten Halbkugeln wieder auseinander zu bringen. Nicht das Vakuum hält die Halbkugeln dabei zusammen, sondern die sie umgebende Luft. Guericke wollte damals beweisen, dass ein leerer Raum und damit ein "Nichts" existieren kann - und es konnte. Das war damals eine sensationelle Entdeckung. Schon Aristoteles befasste sich mit der Frage nach dem Nichts. Er ging jedoch davon aus, dass überall, wo Raum ist, auch Materie sein muss. Die Luftpumpe, die Guericke verwendete, hatte er übrigens kurz zuvor selbst entwickelt.


Linktipps

Mehr zum Thema Flugzeuginnendruck befindet sich auf der Seite Flugingenieur wie auch weitere interessante Informationen zum modernen Passagierflug.
Mehr zu den Magdeburger Halbkugeln beim Deutschen Museum in München

Ein Zeit Artikel zum Thema "Das Geheimnis der Saugnäpfe"



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