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Klappernde Löffel - und warum sich
Schiffe manchmal anziehen


Klappernde Löffel
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Fahren Schiffe zu nah aneinander vorbei, so ziehen sie sich scheinbar an. In der Binnenschifffahrt wird es kritisch, wenn der Abstand zwischen Kanal und Schiffsboden zu gering ist. In diesem Fall können Schiffe auf den Grund des Kanals gesogen werden. Ein Versuch mit klappernden Löffeln macht deutlich, wie dies geschehen kann.


Was wird gebraucht?

  • zwei Löffel

  • Wasserstrahl

Was ist zu tun?

Man nehme die Löffel und halte sie im Abstand von ein bis zwei Zentimeter in den Wasserstrahl. Beide Löffel müssen das Wasser berühren.


Was ist geschehen?

Hält man die Löffel in den Wasserstrahl, bewegen sie sich aufeinander zu und beginnen zu klappern. Dies lässt sich mit dem so genannten Bernoulli-Effekt erklären. An der engsten Stelle zwischen den Löffeln hat das Wasser weniger Platz und fließt schneller. Nach Bernoulli wird der Druck aber umso niedriger, je schneller eine Flüssigkeit oder ein Gas strömt. Dort wo ein niedriger Druck oder Unterdruck herrscht, entsteht ein Sog. Er lässt die Löffel zusammen schlagen, während das von oben auf die Löffel fallende Wasser dieser wieder auseinander treibt. Wiederholt sich der Vorgang, ist ein Klappern zu hören. Deutlich wird das Verhältnis von Fließgeschwindigkeit und Druck in dieser Animation (Achtung: Man kann den Durchmesser des Rohres selbst verändern). Hat eine Flüssigkeit oder ein Gas wenig Platz, so fließt es schneller - und umgekehrt.


Dieses Phänomen im Alltag

Die sich anziehenden Schiffe lassen sich nun verstehen. Zwischen den Schiffen entsteht eine Engstelle. Das ankommende Wasser hat weniger Platz und strömt schneller. Der Druck sinkt und ein Sog entsteht. Dasselbe gilt für Schiffe, die im Kanal auf Grund laufen. Auch hier ist der Abstand zwischen Schiffsboden und Kanalgrund nicht groß genug.
Leicht lässt sich das übrigens auch in der Badewanne oder einer Schüssel mit Wasser nachstellen: Man nimmt zwei Spielzeugboote oder irgendetwas anderes, das schwimmt, und spritzt Wasser zwischen ihnen hindurch.

Der Entdeckung des Schweizer Mathematiker Daniel Bernoulli (1700 bis 1782) verdanken wir es, dass wir heute funktionierendes Fluggerät aller Art bauen können, denn der Bernoulli-Effekt spielt beim Fliegen eine wesentliche Rolle wie auch der Coanda-Effekt und der Magnus-Effekt.


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Linktipps

Eine Geschichte des Fliegens ist auf der Seite Blinde Kuh zu finden, und hier eine Seite, die kurz und knapp auf die physikalischen Aspekte des Fliegens eingeht.


Deutlich wird das Verhältnis von Fließgeschwindigkeit und Druck in dieser Animation (Achtung: Man kann den Durchmesser des Rohres selbst verändern). Hat eine Flüssigkeit oder ein Gas wenig Platz, so fließt es schneller - und umgekehrt.


Die Seite Flugingenieur wird von einem ebensolchen betrieben und beschäftigt sich mit allen Aspekten des modernen Passagierflugs.

Ein Artikel von Professor Klaus Weltner von der Uni-Frankfurt befasst sich mit falschen Theorien über das Fliegen (auf Englisch) genauso ein Text von Professor Rita Wodzsinski von der Uni Kassel (Download als pdf). Interessanterweise gibt es nämlich selbst in der Fachliteratur widersprüchliche und falsche Erklärungen zum Thema Fliegen.



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