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Seltsame Papierstreifen -
Freihandversuch zum Bernoulli-Effekt


Seltsame Papierstreifen
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In diesem Versuch lässt man einen Papierstreifen nach oben fliegen, indem man dagegen pustet. Dafür bläst man jedoch nicht von unten...


Was wird gebraucht?

  • ein Blatt Papier, von dem man einen etwa fünf Zentimeter breiten Streifen abschneidet

Was ist zu tun?

Man nehme den Papierstreifen, lege das Ende des Streifens über den Zeigefinger, halte sich diesen an den Mund und blase kräftig.


Was ist geschehen?

Bläst man über den Papierstreifen hinweg, bewegt er sich durch den Luftzug nach oben. Bläst man zwischen die Blätter, so ziehen sich diese plötzlich an und kleben zusammen.
Zu erklären ist dies mit dem so genannten Bernoulli-Effekt. Danach wird der Druck umso niedriger, je schneller Luft strömt. Dort, wo aber ein niedriger Druck oder Unterdruck herrscht, entsteht ein Sog. Beim Papierstreifen passiert also folgendes: Über dem Streifen strömt die Luft schnell, sodass dort ein geringerer Druck als unter dem Streifen existiert. Als Ergebnis entsteht ein Sog, der den Papierstreifen nach oben zieht. Deutlich wird das Verhältnis von Fließgeschwindigkeit und Druck in dieser Animation (Achtung: Man kann den Durchmesser des Rohres selbst verändern). Hat eine Flüssigkeit oder ein Gas wenig Platz, so fließt es schneller - und umgekehrt.


Dieses Phänomen im Alltag

Flattern Fahnen im Wind, so tun sie dies aufgrund von Druckunterschieden zwischen der einen und der anderen Seite der Fahne. Ist bei einem Cabrio auf der Autobahn das Verdeck geschlossen, so wölbt sich dieses bei hoher Geschwindigkeit nach oben. Auch hier entsteht ein Druckunterschied, weil Luft mit hoher Geschwindigkeit über das Dach hinwegfegt und der Druck sinkt, während im Inneren des Autos Normaldruck herrscht.


Der Entdeckung des Schweizer Mathematiker Daniel Bernoulli (1700 bis 1782) verdanken wir es, dass wir heute funktionierendes Fluggerät aller Art bauen können, denn der Bernoulli-Effekt spielt beim Fliegen eine wesentliche Rolle wie auch der Coanda-Effekt und der Magnus-Effekt.


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