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Warum fliegen Flugzeuge?


Kerze hinter Flasche ausblasen
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Dieser Versuch ist simpel, demonstriert aber perfekt, was passiert, wenn ein Flugzeug abhebt.


Was wird gebraucht?

  • Hand

  • Fahrtwind

Was ist zu tun?

Diesen Versuch macht man am besten in einem fahrenden Auto. Dort hält man die Hand aus dem Fenster wie auf dem Foto gezeigt und erlebe, was passiert.


Was ist geschehen?

Hält man die Hand wie auf dem Foto gezeigt aus dem Autofenster, so erfährt sie einen ordentlichen Auftrieb. Einen solchen Auftrieb bekommen auch die Flügel eines Flugzeuges zu spüren, wenn diese eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht haben. Der Auftrieb wiederum kommt zustande, weil über dem Flügel ein geringerer Druck als unter dem Flügel herrscht. Zu den Ursachen:
Der Coanda-Effekt: Gase und Flüssigkeiten strömen entlang gekrümmter Flächen, wenn die Krümmung nicht zu stark ist - ohne diesen Effekt, flöge nichts.
Der Bernoulli-Effekt: Luft strömt an den Tragflächen vorbei. Oberhalb der Flügel hat sie weniger Platz, sie wird verdichtet und fließt schneller. Zugleich ensteht ein Unterdruck, der wiederum einen Auftrieb nach oben erzeugt (siehe Grafik). Dies allein reicht jedoch noch nicht, um ein Flugzeug tatsächlich zum Abheben zu bringen.
Hinzu kommen Anfahrtwirbel. Wirbel können immer nur paarweise auftreten (Drehimpulserhaltung). Die oberen Wirbel reißen ab, die unteren führen zu so genannter Zirkularströmung (siehe Grafik). Tatsächlich fließt diese Luft natürlich nicht zirkular um den Flügel, denn dies wird sofort von der entgegenkommenden Luft verhindert: Parallel- und Zirkularströmung überlagern sich. Dadurch wird die Luft oberhalb der Tragflügel beschleunigt und unterhalb abgebremst. Dies führt zu einem starken Unterdruck und damit Sog oberhalb der Tragflächen und zu einem Überdruck unterhalb: Das Flugzeug hebt schließlich ab.
Tragläche und Luftströme
Diese Erklärung ist stark vereinfacht. Es gibt ja allerlei Arten von Flugzeugen mit völlig unterschiedlichen Tragflächen. Auch auf Fälle wie den Überschallflug und den Flug von Raketen trifft diese Erkärung nicht zu. Außerdem gibt es noch einige andere Faktoren, die bei der Physik des Fliegens eine Rolle spielen. Dazu zählen zum Beispiel Randwirbel und der Anstellwinkel der Flügel. Wer über das Thema noch mehr wissen möchte, sei auf die Linktipps verwiesen.


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Linktipps

Eine Geschichte des Fliegens ist auf der Seite Blinde Kuh zu finden, und hier eine Seite, die kurz und knapp auf die physikalischen Aspekte des Fliegens eingeht.


Deutlich wird das Verhältnis von Fließgeschwindigkeit und Druck in dieser Animation (Achtung: Man kann den Durchmesser des Rohres selbst verändern). Hat eine Flüssigkeit oder ein Gas wenig Platz, so fließt es schneller - und umgekehrt.


Die Seite Flugingenieur wird von einem ebensolchen betrieben und beschäftigt sich mit allen Aspekten des modernen Passagierflugs.

Ein Artikel von Professor Klaus Weltner von der Uni-Frankfurt befasst sich mit falschen Theorien über das Fliegen (auf Englisch) genauso ein Text von Professor Rita Wodzsinski von der Uni Kassel (Download als pdf). Interessanterweise gibt es nämlich selbst in der Fachliteratur widersprüchliche und falsche Erklärungen zum Thema Fliegen.


Der Satz von Kutta-Joukowski beschreibt - für die, die es genau wissen wollen - mathematisch das Verhältnis von Auftrieb und Zirkulation.

Diese Seite von der University of Genoa befasst sich mit der Wirbelfreien Strömung eines nichtviskosen Fluids sowie mit der Frage, wie denn nun die Strömung um eine Tragfläche genau aussieht.



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