Implodierende Dose

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Durch Luftdruck zusammen gedrückte DoseAllein durch den Luftdruck bringt man in diesem Experiment eine Dose zur Implosion. Dies zeigt auf beeindruckende Art und Weise die ungeheure Kraft des Luftdrucks. Außerdem hat man einen schönen Knalleffekt. Den Versuch gibt es auch in „Groß“ und mit Video: Statt einer Dose wurde an der Universität von Minnesota ein Fass für diesen Versuch verwendet. (Mehr Experimente mit Wasser)

Was wird gebraucht?

  • eine leere Getränkedose
  • Herdplatte, Gas- oder Kerzenflamme
  • Wasser
  • eine Grillzange, um die heiße Dose anzufassen
  • eine Schale mit kaltem Wasser (am besten mit Eiswürfeln)

Dose implodiert durch LuftdruckWas ist zu tun?

Man fülle die Dose etwa einen Zentimeter hoch mit Wasser (das entspricht vier bis fünf Esslöffeln) und stelle sie bei mittlerer Hitze auf eine Herdplatte oder halte sie über eine Kerzenflamme. Vorsicht: Die Dose wird dabei sehr heiß!
Man lässt das Wasser kurz kochen, nimmt dann die Dose mit der Zange, dreht sie schnell um und stellt sie kopfüber in die Schale mit kaltem Wasser (siehe Foto). Die Dose implodiert fast augenblicklich mit einem lauten Knall.

Was ist geschehen?

Erhitzt man das Wasser, verdrängt der entstehende Wasserdampf die Luft in der Dose. Kühlt man nun die Dose ab, so kondensiert das Wasser und es entsteht ein Vakuum. Infolgedessen zerquetscht der die Dose umgebende Luftdruck diese. Wie beim Experiment Kerzenaufzug steigt auch ein wenig Wasser auf.

Dieses Phänomen im Alltag

Druckunterschiede gehen mit starken Kräften einher. Dies ist auch der Grund, warum im Flugzeug der Innendruck der Kabine nach dem Start abgesenkt wird. Nur so lässt sich verhindern, dass die Kräfte auf den Flugzeugrumpf zu groß werden.

Ansonsten lässt sich die Kraft von Luftdruck auch prima an Saugnäpfen erfahren und die gibt es überall – nicht nur im Haushalt. In der Natur sind sie weit verbreitet – Kraken und Schnecken sind sicher die bekanntesten Beispiele. Aber genauso kommen sie in vielen technischen Anwendungen zum Einsatz. Ein Saugnapf hält, weil zwischen ihm und der Oberfläche, an der er haftet, ein Unterdruck herrscht.

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