Camera lucida

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SP_OP_Camera_Lucida_wikipedia_en copyDie Camera lucida ist ein einfach konstruiertes optisches Gerät, das Maler früher als Zeichenhilfe verwendeten. Der englische Chemiker und Physiker William Wollaston hat sich die Camera lucida 1806 patentieren lassen, wiewohl deren Funktionsprinzip schon früher bekannt war.

Durch die Camera lucida wird ein Abbild des zu  malenden Gegenstandes reflektiert, so dass es für den Betrachter das Zeichenpapier überlagert. Der Maler sieht somit Papier und Objekt zugleich und kann das leicht anfertigen.

Wiki_Camera_lucidaIn der Grafik rechts wird die Optik der Wollaston Camera lucida gezeigt. Dort befindet sich das Auge an Punkt E, das Motiv an Punkt S. In dem Prisma oben wird das Licht an der Seite BC total reflektiert und in das Auge des Malers geworfen.

Gleichzeitig kann der Maler durch das Prisma der Camera lucida auf das Papier blicken. Es wird vermutet, dass viele große Meister auf diese Zeichenhilfe zurückgegriffen haben.

Der Name Camera lucida kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie heller Raum. In dem folgenden Video wird gezeigt, wie die Camera lucida funktioniert.

Quellen zur Camera lucida:
Edmund Hoppe, Geschichte der Optik, Leipzig 1926

Bildnachweis Camera lucida, Maler: Illustration from the Scientific America Supplement, January 11, 1879, Wikipedia

Bildnachweis Grafik Camera lucida: From W. H. C. Bartlett, Elements of Natural Philosophy, 1852, A. S. Barnes and Company. Photocopy kindly provided by Tom Greenslade, Department of Physics, Kenyon College. This image was scanned from the photocopy and cleaned up by Daniel P. B. Smith. This version is licensed by Daniel P. B. Smith under the terms of the Wikipedia Copyright.