Slinky (Treppenläufer)

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Slinky MetallspiraleDer Slinky ist eine weiche Schraubenfeder bzw. Spirale aus Metall mit ganz erstaunlichen Eigenschaften. Sie kann Schrägen und Treppen herunterlaufen – und diese Fähigkeit machte sie zu einem Bestseller. 1945 gab es diese Metallfeder erstmals als Spielzeug in den USA zu kaufen und es soll kaum 90 Minuten gedauert haben, bis die ersten 400 Treppenläufer ihren Besitzer gewechselt hatten.

Versehentlich erfunden: der Treppenläufer

Erfunden wurde dieses witzige Spielzeug eher aus Versehen. Die Geschichte des Slinky beginnt im Jahr 1943 mit einem Maschinenbauingenieur auf einer Werft am Delaware River in Philadelphia, USA. Damals herrschte Krieg und Richard James war damit betraut, eine neue Feder zu entwickeln, um die Ladung von Schiffe auch bei schwerem Seegang gut sichern zu können.

Eines Tages stieß er versehentlich eine Feder von seinem Arbeitstisch. Die Feder fiel auf den Boden, doch anstatt wieder aufzuspringen, kippte die Feder um und lief über den Boden. Die Idee für ein einzigartiges Spielzeug war geboren. Es benötigte noch einiges Tüfteln, bis der Slinky in seiner heutigen Form entstand, aber 1945 war es dann endlich so weit.

Slinky auf BriefmarkeBald setzte in den USA ein wahrer Slinky-Boom ein. Legendär waren auch die Werbung und vor allem der Slinky-Song (s. Slinky-Werbefilm unten).

Der Slinky fliegt ins All

Auch sonst ist die kleine Spielzeugspirale eine echte Berühmtheit. Im April 1985 war der Treppenläufer an Bord der Space Shuttle Discovery dabei, um ihr Verhalten in der Schwerelosigkeit zu testen – allerdings mit wenig spektakulären Ergebnissen. 2001 wurde Slinky zum offiziellen Staatsspielzeug von Pennsylvania ernannt.

Eine Metallspirale wird zum Filmstar

Davon abgesehen spielte die kleine Spirale auch in diversen Filmen mit, etwa in „Toy Story“ als Slinky-Dog, bei „Ace Ventura – Jetzt wird’s wild“, „Hairspray“ und „Demolition Man“.

Natürlich gibt es solche Spiralen in allen möglichen Varianten, zum Beispiel aus Kunststoff, als Miniatur, als besonders lange Version, in Regenbogenfarben und farbigem Metall. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Experimente mit dem Treppenläufer

Experimente mit dem Treppenläufer sind hier zu finden und hier. Dazu zählen „Schwerkraft-Tricks mit dem Slinky“ und „Wellen erzeugen mit Slinkys„. Ein Video mit einem Slinky auf dem Laufband aus dem MUSE – Museo delle Scienze (Museum der Wissenschaft) in Trient, Italien, gibt es weiter unten.

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Quelle:

Link zum Patent: Richard James‘ „Toy and Process of Use,“ patented January 28, 1947

Jonathan Schifman: The Remarkable, War-Torn, Spacefaring History of the Slinky (Popular Mechanics, 8 August 2017)

Rachael Lallensack: The Accidental Invention of the Slinky (Smithonian Magazin, 29 August 2019)

Museo delle Scienze (Museum der Wissenschaft) in Trient