Papier klebt am Fernseher

Copyright © experimentis. Alle Rechte vorbehalten.

Foto zum Elektrostatik Experiment Papier klebt an der Bildröhre eines FernsehersWer noch einen guten alten Röhrenbildschirm besitzt, der kann diesen Versuch leicht durchführen, denn in solchen Bildschirmen kommt die für dieses Experiment benötigte Hochspannung zum Einsatz. Mit entsprechenden Computerbildschirmen funktioniert der Versuch natürlich auch.

Was wird gebraucht?

  • ein Fernseher mit Röhrenbildschirm
  • ein Blatt Papier

Was ist zu tun?

Man schalte den Fernseher ein und halte das Blatt gegen den Bildschirm. Dann schalte man den Fernseher aus und warte einige Zeit ab.

Was ist geschehen?

Grafik zum Elektrostatik Experiment Papier klebt an der Bildröhre eines FernsehersHält man das Papier an den Fernseher und schaltet ihn an, so bleibt es am Bildschirm haften. Die Erklärung: In einem Fernseher wird Hochspannung verwendet, um Elektronen von der negativ geladenen Kathode im hinteren Teil des Gerätes an der positiv geladenen Anode vorbei auf den Bildschirm zu schießen (dabei gilt: Gleiche Ladungen stoßen sich ab, ungleiche Ladungen ziehen sich an).
Trifft der Elektronenstrahl am Bildschirm auf, erzeugt er dort das Fernsehbild. Dieser Beschuss durch Elektronen führt außerdem dazu, dass sich das Glas im Innern negativ und infolgedessen außen positiv auflädt (siehe Grafik). Dies führt wiederum dazu, dass negative Ladung vor dem Fernseher angezogen und positive Ladung abgestoßen wird: Das Papier wird polarisiert. Elektrostatische Anziehung sorgt dafür, dass das Blatt am Fernseher haftet. Schaltet man den Fernseher aus, so fällt das Papier nach einiger Zeit wieder ab.

Der Versuch ist ohne die Begriffe „elektrisches Feld“ und „Potenzial“ schwer (korrekt) zu erklären. Weiterführende Erklärungen gibt es bei Wikipedia unter den Begriffen „Potenzial“ und „Spannung“.

Dieses Phänomen im Alltag

Haare stehen wegen elektrostatischer Effekte zu BergeFernseh- und Computerbildschirme mit Bildröhre verstauben gerne. Das liegt daran, dass manche Staubpartikel negativ geladen sind und daher vom Bildschirm angezogen werden.

Jeder hat schon einmal erlebt, dass er selbst oder jemand anderes einen Wollpullover auszieht und ihm oder ihr danach die Haare zu Berge stehen. Auf dem Foto ist Milo zu sehen, der mithilfe eines Van-de-Graaff-Generators statisch aufgeladen wurde. Die Haare tragen alle dieselbe Ladung, stoßen sich daher ab und stehen in alle Himmelsrichtungen. Der Van-de-Graaff-Generator ist ein Gerät, mit dem man Ladungen sammeln beziehungsweise hohe elektrische Gleichspannung erzeugen kann.

Ähnliche Freihandversuche

Klebriges Styropor, hüpfender Pfeffer, springendes Öl und der verbogene Wasserstrahl
Blitze selbst erzeugen mit der Leidener Flasche
Benjamin Franklins Blitz-Glocken